Aus Carona kommend, folge ich der sich durch Vico Morcote windenden Strasse hinab nach Morcote. Wiedermal verzaubert die wunderschöne Aussicht auf den See ! Bis zur Fertigstellung des Seedamms im Jahre 1848, der Bissone mit Melinde verbindet, war Morcote ein wichtiger Hafen und Umschlagplatz für Waren aus Italien. Ein idyllischer Ort, direkt am Wasser gelegen mit wunderschönen Arcaden an der Uferpromenade und Cafès und Restaurants mit  freiem Blick auf den See und die umliegenden Berge.

Es ist früher Abend und der grosse touristische Ansturm ist für diesen Tag überstanden. Langsam kehrt die Beschaulichkeit zurück, die diesem Ort sein magisches Ambiente verleiht. 

Sehenswert ist die aus dem 13. Jahrhundert stammende Wallfahrtskirche Santa Maria del Sasso, die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach grundlegend stilistisch umgestaltet wurde und  über eine Treppe  mit über 400 Stufen aus dem 18. Jahrhundert erklommen werden kann.Der terrassenförmig angelegte Friedhof  ist bekannt für seine monumentalen Grabstätten und die hochrangigen Künstler, die hier ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Ein absolutes Highlight ist auch der Parco Scherer, eine Hinterlassenschaft des in Sankt Gallen gebürtigen Textilkaufmanns Arthur Scherer, der in Sankt Gallen und München zwei bekannte Geschäfte für hochwertige Herrenmode führte. Im Jahre 1930 erwarb er das Grundstück, das er in diesen idyllischen Park mit maurischem Sonnentempel, siamesischen Teehaus, Statuen und Brunnen verwandelte. Der an seine vielen Reisen erinnernde «Zaubergarten» beeindruckt mit einer vielfältigen Vegetation aus über 50 Pflanzenarten.

Ein paar Meter nach dem Parco Scherer,an der Uferstrasse gelegen, findet man das «Grotto del Parco». Hier lass ich den Tag bei genialer Sicht auf den See, einem Glas Merlot und einer guten Pizza langsam ausklingen.