Wenn alte Mauern sprechen könnten

Ich bin im schönen Malcantone unterwegs und erreiche das Bergdorf Sessa, ehemals Hauptort des Malcantone.

Das Dorf, dessen Gründung auf das frühe Mittelalter zurückgeht, war aufgrund seiner strategischen Lage bei den Mailänder Regenten im Zuge des Machterhalts immer wieder Objekt der Begierde.

Obwohl das Dorf nie wirklich gross war und auch in den letzten zweihundert Jahren nie mehr als 600 bis 700 Einwohner zählte, gibt es einiges zu entdecken.

So gibt es die Kirche San Martino mit ihrem hölzernen barocken Hochaltar, die mittelalterliche Kapelle Santa Maria di Corte und die Renaissance-Kirche Sant’Orsola.  Auch der einstige Sitz der Landvögte und das Wohnhaus der Familie Marchesi-De Sexa sind dem Dorf erhalten geblieben. 

Ein kleines  Museum stellt zudem geschichtliche Zeugnisse des bäuerlich geprägten Alltags im Bergdorf aus. 

Mich hat vor allem das gut erhaltene Dorfbild mit seinem ganz speziellem Charme beeindruckt. Und da ich längst nicht alles gesehen habe, war ich sicherlich nicht zum letzten Mal hier.

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